Partnerschulen

Colegio von Humboldt

In der Zone 16 der Hauptstadt Guatemala City liegt das Colegio von Humboldt, die Schule, mit der unser Gymnasium die deutsch-guatemaltekischen Beziehungen jetzt schon seit zehn Jahren pflegt. Ob man nun zu Fuß, mit dem Auto oder einem der gelben amerikanischen Busse in das abgesicherte Viertel fährt, spätestens in der Schule merkt man, dass hier die Kleinen im Grundschulalter direkt neben den Großen lernen und eine familiäre, sehr angenehme Atmosphäre zwischen den Schülern herrscht. Anscheinend kennt jeder jeden. Und auch die deutschen Gäste werden direkt mit aufgenommen, denn die herzliche Art der Guatemalteken kennt zumeist keine Scheu vor Kontaktaufnahme.

Am ersten Tag eines jeden Austausches wurde die Gruppe bisher feierlich auf dem Schulhof mit den Hymnen der beiden Länder bzw. der der Schule, Fahnenträgern und einer Willkommensrede von den Lehrern und von den ca. 200 Schülern empfangen. Das ist für den sonst so zurückhaltenden, interkulturell eher vorsichtig eingestellten Deutschen vorerst ungewohnt, doch dieser Startschuss schlägt erste Brücken zwischen den Schülern und hat bisher zuverlässig sehr erfolgreiche, spannende und erlebnisreiche Wochen eingeläutet.

Das Gefühl der Gemeinschaft entsteht wohl auch durch die Schuluniform, welche aus einem dunkelblauen Shirt, einer hell-beigen Hose und schwarzen Lederschuhen besteht. Auch die deutschen Gastschüler bekamen immer ein T- Shirt, mit dem sie die Zugehörigkeit zu dieser Schule für eine gewisse Zeit symbolisieren konnten.

Im Gegensatz zum deutschen Schulalltag scheint es in Guatemala ein wenig „lockerer“ zuzugehen. Mit der Pünktlichkeit nimmt man es nicht ganz so genau, dies zieht sich jedoch durch die gesamte Mentalität der Menschen und scheint oft nicht zu stören, da es selten Konsequenzen nach sich zieht und meistens auch im Rahmen bleibt. Die Pausen werden von allen sehr rege genutzt. So spielen die einen Fußball, die anderen machen Musik, wieder andere unterhalten sich einfach nur gern und die Kleinen flitzen über ihr Areal, in dem sie sich austoben können. So ist für Sport und Spaß bei jedem zu jeder Zeit gesorgt.

Unterrichtet werden die Schüler wie wir in Mathe, Spanisch und Englisch als Hauptfremdsprache. Deutsch ist zweite Fremdsprache. Weiterhin werden noch Kunst und Musik und schulspezifische Fächer erteilt. Einen Sportplatz besitzt die Schule auch sowie einen Kiosk, wo sich die Schüler jederzeit ein paar kleine Snacks und Getränke kaufen können. Einen Bericht zum letzten Schüleraustausch nach Guatemala finden Sie hier.


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École et Collège „Saint Charles Notre Dame“

Seit dem einwöchigen Austausch mit der Schule „Saint Charles Notre Dame“ im Februar 2016 unterhält unsere Schule nach einer zweijährigen Pause wieder einen Schüleraustausch mit Frankreich. Im Zentrum des Pariser Vorortes Rueil Malmaison wird man von den Schülern und Lehrern, vertreten durch den Schulleiter Monsieur Bonnier, herzlich aufgenommen. Die Bildungseinrichtung wurde 1880 erbaut und ursprünglich nur von Jungen besucht. Zwischen den zwei Weltkriegen wurde sie dann von „Saint Sauveur“ in „Notre Dame“ umbenannt und war fortan eine reine Mädchenschule. Ab 1970 waren beide Geschlechter vertreten. Das Hauptgebäude wurde renoviert und belebt nun das Zentrum von Rueil-Malmaison. Zudem hat man ein Nebengebäude in eine Kantine, sowie in 2 Klassen- und 2 Computerräume umgebaut, wodurch der Komplex an Größe gewonnen hat.

Der Schulalltag ist unserem, abgesehen vom unterschiedlichen Schulsystem, sehr ähnlich. Früh am Morgen strömen die Schüler und Schülerinnen aus der Umgebung gewöhnlich mit Bus oder zu Fuß in die Schule. Generell nehmen auch alle Schüler am Mittagessen teil, denn sie haben oft bis in den späten Nachmittag hinein Unterricht. Genau wie bei uns gibt es keine vorgeschriebene Schuluniform, allerdings werden die Schüler am Morgen klassenweise von ihren Lehrern auf dem Schulhof abgeholt. Sollte ein Lehrer verhindert sein, halten sich die Schüler im „salle de permanence“ (beaufsichtigter Aufenthaltsraum) auf.

Die Schule in Rueil-Malmaison ist sehr modern. Die Schüler können Ihre Noten und Hausaufgaben online einsehen und werden dort auch über alle wichtigen Dinge informiert. Zudem hat das CDI (eine Art Bibliothek mit modernen Recherchemöglichkeiten) jederzeit für Interessierte geöffnet. Interessant ist auch noch zu wissen, dass die Schule eine „Infirmerie“, also eine eigene Krankenstation, hat. Un es gibt sogenannte „Surveillants“. Dies sind in der Regel Studenten, die während Freistunden oder für plötzlich erkrankte Lehrer einspringen. Im Verlaufe des Jahres finden viele sportliche Aktivitäten, wie beispielsweise Schwimmen, auch außerhalb des schulischen Sportunterrichts statt. Ausflüge nach Paris, Klassenfahrten und ein reger internationaler Austausch sind der Schule sehr wichtig. Die älteren Schüler machen genau wie wir ein Praktikum in einem Unternehmen ihrer Wahl, um die Arbeitswelt kennenzulernen.

Das Schulleben an sich ist sehr differenziert. Die Schüler werden von einem engagierten Lehrerkollegium in entsprechenden Unterrichtsräumen für Kunst, Musik, Wissenschaft und Sprachen unterrichtet. Dabei sind neben Englisch, Deutsch, Spanisch, Russisch und Latein unter anderem auch die für uns eher außergewöhnlichen Sprachen Japanisch und Griechisch mit inbegriffen. Die Schüler können ähnlich wie wir zusätzlich noch an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen.

Internetauftritt der Schule:
www.saintcharlesnotredame-rueil.fr


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Gymnasium No. 25 in Irkutsk

Wenige Meter vom Ufer der Angara entfernt liegt das Gymnasium No. 25 in Irkutsk. Seit mehr als 10 Jahren führt unser Gymnasium Austausche mit der russischen Schule durch. Etwa 1300 Schüler begrüßen dabei regelmäßig ihre deutschen Gäste.

Tatsächlich findet man vor Ort einige Unterschiede zu unserem Gymnasium hier. So lernen etwa Erstklässler Tür an Tür mit Elftklässlern. Ein einheitliches Gesamtbild ergibt sich dennoch – nicht zuletzt wegen der vorgeschriebenen Schuluniform: Ein helles Hemd und Anzughose bei den Jungen sowie ein dunkles Kleid mit heller Bluse für die Mädchen sind Pflicht. Unter diesen Voraussetzungen darf sich jede Klasse ihre eigene Schulkleidung aussuchen.

Es finden sich allerdings auch Dinge wieder, die ebenso unseren Schulalltag 7260 km entfernt kennzeichnen. Zur ersten Stunde erscheinen die ABC-Schützen elanvoll, stürmen regelrecht in die Schule und finden auch in den Pausen jede Menge Unterhaltung. Bei den älteren Schülern zeichnete sich zumindest bei unserem letzten Besuch eine eher reservierte Haltung ab. Zu spät zur Schule zu erscheinen war durchaus nicht unüblich, auch wenn man mit Pünktlichkeit auch in der Freizeit nicht anders umging.

Unterrichtet werden die mehr oder auch weniger Wissbegierigen von meist sehr strengen Lehrern im fortgeschrittenen Alter. Deutsch, Englisch, Biologie – meist kommt der Unterricht dem unseren nahe, aber auch Fächer wie Schwimmen und Hauswirtschaftslehre gibt es. Unsere letzten Fremdsprachenreisenden durften sich selbst darin versuchen und typischen russische Eierkuchen zubereiten. Ein illustrierter Bericht zum Schüleraustausch von 2013 ist hier zu finden.


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